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Ausbau erneuerbarer Energieträger: Landesförderung für drei Biomasse-Nahwärmeprojekte in Dornbirn und Montafon

Für sein ambitioniertes Ziel der Energieautonomie bis 2050 setzt Vorarlberg neben einem sparsamen, effizienten Energieeinsatz weiter gezielt auf eine verstärkte Nutzung von umweltschonenden, in der heimischen Natur verfügbaren Energieträgern wie Wasserkraft, Biomasse und Biogas sowie Sonnenenergie. Die Landesregierung hat für drei Biomasse-Nahwärmeprojekte in Dornbirn und Montafon Fördermittel in Gesamthöhe von 490.000 Euro bewilligt, informiert Energielandesrat Daniel Zadra: „Der Ausbau erneuerbarer Energieträger ist wichtiger denn je und wird konsequent fortgesetzt.“

Biomasse ist ein zentraler Baustein für das angestrebte Energieautonomie-Ziel Vorarlbergs bis zum Jahr 2050. Jede einzelne Maßnahme und jedes einzelne Projekt bringen uns vorwärts auf dem Weg. Der Anteil heimischer Energieträger ist von 46 Prozent (2020) auf 44 Prozent (2021) gesunken. Hier müssen und werden wir verstärkt ansetzen.Daniel Zadra, Energie- und Klimaschutzlandesrat

Drei Biomasse-Nahwärmeprojekte gefördert

Die EnergieWerk Ilg GmbH betreibt am Standort Dornbirn ein Nahwärmenetz. Im Zuge des Ausbaus konnten 108 zusätzliche Abnehmer für das Projekt gewonnen werden. Unter den neu anschließenden Wärmeabnehmern sind gewerbliche, öffentliche sowie auch Kleinabnehmer. Die Investitionskosten von knapp 3,8 Millionen Euro werden zu 25 Prozent von Bund (566.000 Euro) und Land (377.000 Euro) gefördert.

Die Biowärme Eisengasse OG betreibt am Standort Dornbirn ein Nahwärmenetz und plant dieses zu erweitern. Dabei werden 17 weitere Abnehmer angeschlossen und die Trasse um 500 Meter erweitert. Die Investitionskosten von rund 345.000 Euro werden zu 30 Prozent von Bund (62.000 Euro) und Land (41.000 Euro) gefördert.

Die Naturwärme Montafon Biomasseheizkraftwerk GmbH betreibt am Standort Schruns ein Nahwärmeheizwerk. Dieses soll um 19 Abnehmer, darunter sind drei Hotelbetriebe, erweitert werden. Durch diese Erweiterung werden jährlich ca. 2,5 GWh Öl ersetzt. Die umweltrelevanten Investitionskosten belaufen sich auf rund 795.000 Euro, die zu knapp 23 Prozent von Bund (108.000 Euro) und Land (72.000 Euro) gefördert werden.

Markus Gmeiner