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Brauerei Frastanz: Nachhaltigkeit in den Genen verankert

Seit über zehn Jahren ist Kurt Michelini Geschäftsführer der Brauerei Frastanz. Für ihn ist klar: Ein natürliches und genussreiches Produkt wie Bier braucht nicht nur die besten Zutaten, es soll auch in einem nachhaltigen Umfeld produziert werden.

Seit über zehn Jahren geht die Brauerei Frastanz nun konsequent diesen Weg. Die ersten Maßnahmen wurden schnell umgesetzt. Rasch wurden die alten Diesel-Stapler durch E-Stapler ersetzt. „Sie waren laut und dreckig und fuhren so den ganzen Tag im Lager herum. Das war für mich nicht stimmig“, erklärt Michelini die erste Maßnahme in Richtung energieeffizientes Unternehmen. Seit damals setzt die Brauerei Frastanz jedes Jahr neue Schritte.

Markus Gmeiner

Ausschließlich E-Autos

In Sachen Mobilität lautet die frastanzer-Devise: „Es wird kein Auto angeschafft, es sei denn, es ist elektrisch.“ Auf dem Brauerei-Areal sind deshalb auch zwei E-Tankstellen zu finden. Die Dienstautos sind bereits zum Großteil E-Autos und Michelini fährt selbst seit drei Jahren ein solches. Derzeit testet das Unternehmen zudem E-Lkw. Verlaufen die Tests zufriedenstellend, wird das frastanzer in Zukunft auf leisen Sohlen ausgeliefert.

Weg von fossilen Brennstoffen

Als ganz selbstverständlichen Schritt sieht Michelini die Errichtung der beiden Photovoltaikanlagen auf den Brauereihallen. Die erste Anlage wurde 2015 installiert. Die zweite folgte in diesem Jahr. Mittlerweile werden so fast 40 Prozent des Stromverbrauchs direkt über die hauseigenen Einrichtungen erzeugt. Mit sauberem Ökostrom deckt die Brauerei den restlichen Bedarf ab.

Das Ziel: Umstieg auf Biomasse

„In dieser Hinsicht sind wir also schon sehr sauber unterwegs. Aber bei der Wärmeerzeugung geht es leider noch nicht ganz ohne fossile Brennstoffe“, erklärt Michelini. Im Brauprozess wird unter anderem immer wieder eine Wassertemperatur von 180 Grad benötigt. „In kürzester Zeit benötigen wir hier viel Energie. Das Wasser muss rasch erhitzt werden. Das können Hackschnitzel noch nicht leisten.“ Vor Kurzem hat die Brauerei den Auftrag für den Neubau des Heizhauses vergeben. Hier wird dann mit Gas geheizt. „Der Umstieg auf Gas bringt uns enorme Energie- und somit auch Kosteneinsparungen. Wir reden hier von einer Reduktion von 50 Prozent in beiden Bereichen. Sicher ist aber, sobald es eine passende Biomasselösung gibt, steigen wir um“, betont Michelini.

„Das liegt in unserer Genetik“

„Die Natur ist der Brauerei Frastanz und mir ein wirkliches Anliegen“, sagt Michelini. Bei frastanzer sind das keine Worthülsen, sondern authentisch gelebte Unternehmenskultur. So verwundert es nicht, dass die Brauerei Frastanz der erste Vorarlberger Betrieb war, der sich der Bio-Bier Herstellung widmete. Mittlerweile hat frastanzer acht Bio-Biersorten in seinem Sortiment. Aber auch die Tatsache, dass bei frastanzer 98 Prozent der Gebinde Mehrwegflaschen sind und, dass PET-Flaschen „keine Chance“ haben, unterstreicht die Haltung des Unternehmens. „Bei uns sind Naturnähe, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz nicht nur Fassade, das liegt in der Genetik unseres Unternehmens. Das zieht sich bis in unsere Büroräumlichkeiten durch, die mit Lehm verputzt sind“, betont Michelini abschließend.