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Dornbirner Nahwärme-Leitungsnetz wird konsequent ausgebaut

Das Land beteiligt sich mit 136.000 Euro an dieser weitern Maßnahme zum Ausbau des Nahwärme-Leitungsnetzes in Dornbirn. Von der Dornbirner EnergieWerk Ilg GmbH wird beabsichtigt, 31 weitere Abnehmer an das bestehende Nahwärme-Leitungsnetz anzubinden.

341.000 Euro von Bund und Land

Bund und Land werden die Projektumsetzung durch den lokalen Energieversorger mit insgesamt rund 341.000 Euro unterstützen, wobei sich die genehmigte Landesförderung auf über 136.000 Euro beläuft. Vorarlberg setze mit dem verstärkten Ausbau von erneuerbaren Energieträgern eine wesentliche Maßnahme, um den Preissteigerungen bei Öl und Gas effektiv entgegenzutreten, begründeten Landeshauptmann Markus Wallner sowie Landesrat Johannes die gezielten Investitionen in dem Bereich. Jedes einzelne Projekt helfe, die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern und Vorarlberg in Energiefragen unabhängiger und selbstbestimmter zu machen, bekräftigte der Landeshauptmann. Der aktuelle Preisanstieg bei den fossilen Energieträgern mache gerade auch in sozialer Hinsicht sichtbar, „wie wichtig der Umstieg auf erneuerbare Energie ist“, gibt Wallner zu bedenken: „Soziale Fragestellungen spielen in dem Kontext eine ganz entscheidende Rolle. Es muss sichergestellt sein, dass auch Menschen mit niedrigen Einkommen den Weg in Richtung Energieautonomie mitgehen können.“

Soziale Fragestellungen spielen in dem Kontext eine ganz entscheidende Rolle. Es muss sichergestellt sein, dass auch Menschen mit niedrigen Einkommen den Weg in Richtung Energieautonomie mitgehen können.Landeshauptmann Markus Wallner

Biomasse zentraler Energieautonomie-Baustein

Vorarlberg setze im Rahmen der Strategie Energieautonomie+ 2030 weiterhin auf einen sparsamen, effizienten Energieeinsatz einerseits und auf die konsequente Nutzung von umweltschonenden, in der heimischen Natur verfügbaren Energieträgern wie Wasserkraft, Sonnenenergie, Biogas und eben Biomasse andererseits, erläuterte Energie- und Klimaschutzlandesrat Johannes Rauch. Wie alle anderen erneuerbaren Energiequellen stellt Biomasse einen zentralen Baustein dar.

Positiv auf die Klimabilanz wirken sich bei Einsatz von Biomasse aus der Region die kurzen Transportwege aus. Ein weiterer Vorteil sind die zusätzlichen Einkommen, die Vorarlbergs Land- und Forstwirte lukrieren können, wobei durch die Forststrategie gewährleistet ist, dass dem Wald nur so viel Holz entnommen wird, wie auch wieder nachwächst. Hinzu kommen die zahlreichen Arbeitsplätze, die direkt und indirekt mit der Energiequelle Biomasse zusammenhängen.

Ein wesentliches Ziel der neu ausgearbeiteten Strategie Energieautonomie+ 2030 lautet, den Anteil der erneuerbaren Energien in diesem Zeithorizont auf mindestens 50 Prozent auszubauen.Landesrat Johannes Rauch

Bundesweite Spitzenposition bei Ausbautempo

Vorarlberg liegt laut Rauch österreichweit beim Ausbau der erneuerbaren Energieträger an der Spitze. So ist es im Zeitraum 2005 bis 2018 etwa gelungen, den Anteil der erneuerbaren Energieträger von 36 Prozent auf rund 44 Prozent hochzuschrauben. „Ein wesentliches Ziel der neu ausgearbeiteten Strategie Energieautonomie+ 2030 lautet, den Anteil der erneuerbaren Energien in diesem Zeithorizont auf mindestens 50 Prozent auszubauen“, erklärt der Energiereferent die ambitionierte Weichenstellung.

Landesunterstützung für weiteres Projekt

In Dornbirn erweitert das Unternehmen EnergieWerk Ilg sein Nahwärme-Leitungsnetz. Die für die gewährte Landes- und Bundesförderung anerkannten Investitionskosten belaufen sich auf über 1,36 Millionen Euro. Insgesamt 31 gewerbliche, private und öffentliche Abnehmer sollen zusätzlich ans Netz angeschlossen und mit Wärmeenergie versorgt werden. Im Zuge der Projektrealisierung wird außerdem eine neue Anlage zur Wärmerückgewinnung installiert. Ihren Energiewirtschaftsbetrieb haben die Gebrüder Ilg im Jahr 2002 gegründet. Bernhard und Tobias Ilg sind für ihr breit gedachtes Engagement um die Energieautonomie mit dem Energy Globe 2016 ausgezeichnet worden.