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„Vorrang für den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr“

Künftig sollen Verbindungen in die Schweiz ausgebaut werden.

St. Galler Regierungsrat Beat Tinner traf sich mit seinem Vorarlberg Amtskollegen Landesrat Johannes Rauch zu einem ersten Gedankenaustausch. Thema des Treffens: Die Zukunft des grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs zwischen Schweiz und Österreich.

Markus Gmeiner

Grundbedürfnis Mobilität berücksichtigen

Insbesondere in der Grenzregion zwischen Vorarlberg und dem Kanton St. Gallen ist Mobilität von großer Bedeutung. Tausende Pendlerinnen und Pendler überqueren jeden Tag die Grenze. „Hier ist schon längst eine gemeinsame Region, eine gemeinsame Agglomeration entstanden“, so Tinner und Rauch. Die Politik habe die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Grundbedürfnis Mobilität berücksichtigen.

Laut Rauch und Tinner stehen drei Punkte im Zentrum der Überlegungen:

  • Entsprechende (Schienen-)Infrastruktur schaffen, um die Kapazitäten im Nah- und Fernverkehr zu erhöhen
  • Das Hindernis, dass beide Länder unterschiedliche Tarifstrukturen haben, gilt es zu überspringen
  • Kundenfreundliche Taktung und Verzahnung aller Fahrpläne gewährleisten

Klimapolitische Überlegungen

Auf Expert:innenebene befinden sich die Länder durch Lenkungsausschüsse ohnehin in ständigem Austausch, auf politischer Ebene soll es nun darum gehen, gemeinsame verkehrspolitische Zielsetzungen zu formulieren und auf bi- bzw. trilateraler Ebene das weitere politische Vorgehen zu klären. Eines ist für die Amtskollegen klar: „Nicht zuletzt aus klimapolitischen Überlegungen brauchen wir Vorrang für den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr.“