Fahrplanwechsel: Vorarlberger:innen profitieren künftig von neuen Angeboten im öffentlichen Verkehr
Vor allem Pendler:innen können sich auf noch mehr frühere und schnellere Verbindungen verlassen.
„In Vorarlberg leben rund 400.000 Menschen. Umso wichtiger ist es, dass wir den öffentlichen Verkehr auch in Zukunft weiter ausbauen und attraktiv machen. Denn wer öffentlich unterwegs ist, schont Klima und Umwelt und sorgt so für saubere Luft, weniger Lärm und mehr Platz für die Menschen“, erklärt Mobilitätslandesrat Johannes Rauch. Um mehr Menschen für Bus und Bahn zu gewinnen, wird das Angebot jedes Jahr verbessert. „Vorarlberg macht sich stark für den öffentlichen Verkehr. Wir investieren in ein überragendes Angebot von Tür zu Tür ohne Wartezeiten und mit Anschlusssicherheit. Auf diese Weise können wir die Vorarlberger:innen überzeugen und beweisen: Wir haben den am besten ausgebauten öffentlichen Verkehr nach Wien.“
Mit dem früheren Railjet nach Innsbruck richten wir uns vor allem an die Vorarlberger Student:innen, die rechtzeitig an der Universität sein wollen.Marcus Ender, ÖBB-Regionalmanager
Mehr Verbindungen im Fernverkehr
Gute Nachrichten warten auf alle, die mit dem Zug über Vorarlberg hinaus unterwegs sind. Ab dem 13. Dezember startet von Montag bis Freitag jeden Morgen bereits um 04:37 Uhr ein Railjet nach Innsbruck. Planmäßige Ankunft: 07:06 Uhr. Im Anschluss fährt der Zug weiter nach Wien. „Mit diesem Angebot richten wir uns vor allem an die Vorarlberger Student:innen, die rechtzeitig zu ihren Seminaren und Vorlesungen an der Universität Innsbruck sein wollen“, ist ÖBB-Regionalmanager Marcus Ender begeistert. Außerdem sorgt die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Lindau-Reutin und München Hauptbahnhof dafür, dass Fahrgäste ab Bregenz nun München in zwei Stunden erreichen. Das ist 50 Minuten schneller als bisher. Zusätzlich gibt es täglich sechs Verbindungen zwischen Zürich, Bregenz und München. Früher waren es lediglich drei. Ab dem Fahrplan 2022 ist auch zwischen Bregenz und Zürich eine Fahrzeitverkürzung auf unter 1,5 Stunden geplant.
Frühverbindungen im Regionalverkehr
Auch im Nahverkehr wird es ab Fahrplanwechsel Änderungen geben. An Werktagen (ausgenommen Samstag) fährt die S-Bahn der Linie 1 bereits ab 04:30 Uhr ab Feldkirch mit Ankunft in Lindau. Ab 04:04 Uhr startet die S1 in Lochau mit Ziel in Feldkirch um 04:56 Uhr. Diese S-Bahn ist damit der Zubringer zum neuen Railjet nach Innsbruck/Wien. Eine neue Schnellzugverbindung REX verkehrt ab 05:55 Uhr ab Lindau-Insel nach Bludenz.
Ebenso wird es neue Bus-Frühverbindungen geben. Unter anderem:
- Die Linie 13 von Dornbirn über Wolfurt nach Bregenz startet bereits ab 05:07 Uhr ab Dornbirn statt wie bisher erst um 05:42 Uhr.
- Die Linie 15 von Gaißau über Hard nach Bregenz verkehrt neu ab 04:50 Uhr statt wie bisher erst um 05:20 Uhr.
- Die Linie 60/59 von Feldkirch/LKH über Rankweil und Klaus nach Götzis Bahnhof fährt von Rankweil Bahnhof neu ab 05:10 Uhr.
Ohne Umsteigen vom Montafon ins Unterland
Damit die Fahrgäste aus dem Montafon noch schneller und bequemer ins Unterland gelangen können, müssen sie künftig auf zwei Drittel der Kurse nicht mehr in Bludenz umsteigen. Das bedeutet, dass 44 von 66 täglichen Verbindungen zwischen Schruns und Lindau durchgebunden werden. An Wochenenden sind es sogar 85 Prozent.
Mit dem Bus schneller zum Arbeitsplatz
Die Stadt-, Land- und Ortsbusse arbeiten stetig daran, dass die Busverbindungen weiter ausgebaut und verbessert werden. Im Fokus steht vor allem der Pendler:innenverkehr.
Neue Busverbindungen zur Arbeit
Zudem werden laufend neue Fahrzeuge eingesetzt. Diese sollen mehr Platz und Komfort bringen. Insbesondere zu den Stoßzeiten am Morgen und am Nachmittag. Im Bregenzerwald werden im neuen Jahr drei neue 14 Meter lange Busse zum Einsatz kommen, die mit Low-Entry (stufenlosem Einstieg) und damit kinderwagen-, rollstuhlfreundlich und skifahrerfreundlich ausgestattet sind. In Dornbirn werden neue zwölf Meter lange Fahrzeuge angeschafft, die bis zu 30 Prozent mehr Fahrgäste aufnehmen können als bisher
Alle Verbindungen über cleVVVer mobil-App abrufbar
Mithilfe der cleVVVer mobil-App können Fahrgäste schnell und einfach abfragen, wann Züge und Busse fahren. Die mobile Auskunft des Verkehrsverbundes Vorarlberg zeigt die besten Bus- und Bahnverbindungen sowie Fahrrad- und Fußwege an. Jahreskartenkund:innen bekommen außerdem einmal pro Haushalt das Fahrplanbuch mit allen Bus- und Bahnverbindungen zugeschickt. Alle die einen gedruckten Fahrplan möchten, können diesen auf der Website www.vmobil.at, per Postkarte bestellen oder bei einer Servicestelle abholen.
Inzwischen sind schon mehr Vorarlberger:innen mit einer Jahreskarte unterwegs als mit einer anderen Fahrkarte.Christian Hillbrand, Geschäftsführer VVV